EU-Kommission hält im Übernahmeverfahren von Monsanto durch Bayer die Uhr an

Die EU-Kommission hat im laufenden Verfahren zur geplanten Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto durch den Dax-Konzern Bayer die Uhr angehalten. Dadurch solle den Firmen mehr Zeit gegeben werden, um die angeforderten Informationen zu liefern, erklärte ein Bayer-Sprecher am Donnerstag auf Anfrage.
05.10.2017 12:17

"Wir tun unser Möglichstes, alle Fragen der EU-Kommission so schnell wie möglich zu beantworten", fügte er hinzu. Die EU-Kommission hatte den Schritt auf ihrer Homepage bekannt gegeben. Bayer werde weiterhin mit den Genehmigungsbehörden weltweit zusammenarbeiten, um die Transaktion bis Anfang 2018 abschliessen zu können, erklärte der Sprecher.

Der Leverkusener Konzern will den US-Rivalen für 66 Milliarden US-Dollar schlucken. Damit würde Bayer zur Nummer eins in der Branche aufsteigen. Wegen umstrittener Unkrautvernichter und genmanipulierten Saatguts steht Monsanto allerdings stark in der Kritik und ist Ziel von Sammelklagen. Bayer hat früheren Angaben zufolge bei fast allen der rund 30 relevanten Behörden die Genehmigungen beantragt und von über einem Drittel grünes Licht erhalten./jha/men

(AWP)