EU-Kommission verhängt Kartellstrafe gegen japanische Zulieferer

Die europäischen Wettbewerbshüter haben fünf vor allem aus Japan stammenden Autozulieferern eine Kartellstrafe von 34 Millionen Euro aufgebrummt. Die Firmen sprachen von 2004 bis 2010 Preise ab, teilten Märkte unter sich auf und tauschten sensible Informationen aus, wie die EU-Kommission mitteilte.
22.11.2017 13:01

Dabei ging es um die Lieferung von Sicherheitsgurten, Airbags und Lenkrädern an die japanischen Autobauer Toyota, Suzuki und Honda. Bei den bestraften Zulieferern handelt es sich um Takata, Toyoda Gosei, Tokai Rika und Marutaka aus Japan sowie den weltgrössten Airbag- und Sitzgurte-Hersteller Autoliv aus Schweden.

Nach Angaben der Kommission räumten alle fünf Kartellbeteiligungen ein und stimmten dem Vergleich zu. "Wir stoppen Kartelle, die den europäischen Konsumenten schaden, auch wenn diese Kartelle ausserhalb Europas koordiniert werden", erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Im vorliegenden Fall wurde das Kartell demnach in Japan gebildet. Die grösste Busse entfällt mit 12,7 Millionen Euro auf Takata. Das Unternehmen erlangte grössere Bekanntheit durch einen Skandal um explodierende Airbags, mit dem mehr als ein Dutzend Todesfälle in Verbindung gebracht werden. Die daraus resultierenden Kosten trieben Takata in die Pleite.

(AWP)