EU-Kommission will Investitionsfonds auf 500 Mrd EUR ausweiten

Brüssel (awp/sda/afp/apa) - Der EU-Investitionsfonds ist weiterhin das "Flaggschiff" der EU-Kommission zur Schaffung von Wachstum und Arbeitsplätzen in Europa. Bisher konnten dank des Fonds 154 Mrd. Euro in 27 EU-Staaten mobilisiert werden. Die EU-Kommission will diesen nun bis Ende 2020 verlängern und damit Projekte von mindestens 500 Mrd EUR finanzieren.
29.11.2016 11:55

Der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) soll bisher Investitionen von bis zu 315 Milliarden Euro auslösen und damit die Konjunktur in Europa ankurbeln. Erklärtes Ziel von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist es, bis 2018 zwischen einer und 1,3 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Der Fonds, auch Juncker-Fonds genannt, arbeitet bei der Finanzierung mit Garantien aus dem EU-Haushalt und Mitteln der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von insgesamt 21 Milliarden Euro. Die Gelder sollen private Investoren dazu bewegen, ein Vielfaches für Wirtschaftsprojekte bereit zu stellen.

Der Investitionsfonds arbeite gut, sagte Juncker und zog eine positive Bilanz. "Wir haben aus den frühen Erfahrungen gelernt. Das Feedback wurde genutzt, um unseren Vorschlag zu verfeinern, auszuweiten und zu stärken."

Jyrki Katainen, Vize-Präsident der EU-Kommission, zeigte sich am Dienstag in Brüssel zuversichtlich, dass die Ausweitung des Fonds bis Ende Mai durch die EU-Mitgliedstaaten und das EU-Parlament beschlossen werden könne.

(AWP)