EU-Kommission will Kartellbeschwerde gegen Gazprom fallen lassen

Die EU-Kommission will ihr vor zwei Jahren gegen Gazprom eröffnetes Kartellverfahren nach Zusagen des russischen Staatskonzerns einstellen. Zuvor sollten Betroffene aber Gelegenheit zur Stellungnahme haben, erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Montag.
13.03.2017 12:03

Es geht um die beherrschende Stellung von Gazprom als Lieferant für mittel- und osteuropäische Länder. Die EU-Kommission hatte im April 2015 in einer Beschwerde erklärt, Gazprom verstosse mit seiner Gesamtstrategie zur Abschottung dieser Gasmärkte gegen EU-Kartellvorschriften. Der russische Konzern musste mit einer Milliardenstrafe rechnen.

Doch machte das Unternehmen Zugeständnisse, die Vestager für ausreichend hält: "Wir sind davon überzeugt, dass die Verpflichtungszusagen von Gazprom die uneingeschränkte Lieferung von Gas in Mittel- und Osteuropa zu wettbewerbsbestimmten Preisen ermöglichen. Durch die Angebote von Gazprom werden unsere wettbewerbsrechtlichen Bedenken ausgeräumt."/vsr/DP/jha

(AWP)