EU-Kommission zufrieden mit Italiens Sparanstrengungen

Italien muss aus Sicht der EU-Kommission keine weiteren Sparmassnahmen umsetzen. Im Februar hatte die Brüsseler Behörde noch Anstrengungen von der Regierung in Rom gefordert, damit die Verschuldung nicht aus dem Runder läuft. Die mittlerweile eingeleiteten zusätzlichen Reformen für das laufende Jahr reichten aus, bescheinigte die EU-Kommission am Montag in Brüssel nun.
22.05.2017 12:08

Italien will nach Brüsseler Angaben noch bis Jahresmitte unter anderem die geplante Reform von Strafprozessen angehen. Längerfristig seien auch Steuer-, Arbeitsmarkt- oder Bankenreformen geplant. Die EU-Kommission stuft die Vorhaben als vielversprechend ein, mahnte aber, sie müssten auch umgesetzt werden.

Italien gilt wegen seiner hohen Verschuldung und geringen Wachstums als Sorgenkind der Eurozone. Der Schuldenstand lag zuletzt bei 2,2 Billionen Euro oder 132,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Erlaubt sind nach den Kriterien der Gemeinschaftswährung nur 60 Prozent des BIP und ein jährliches Haushaltsdefizit von maximal drei Prozent./hrz/DP/stb

(AWP)