EU-Kommissionspräsident Juncker will ausgewogene Brexit-Lösung in zwei Jahren

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erwartet einen Abschluss der Brexit-Verhandlungen innerhalb von zwei Jahren. "Ich für meinen Teil werde alles dafür tun, dass diese Verhandlungen zu einer ausgewogenen Lösung führen", erklärte er am Mittwoch vor dem Europaparlament in Strassburg. Dabei müssten allerdings die bestehenden EU-Regeln eingehalten werden.
18.01.2017 13:16

Zu der Brexit-Rede von Theresa May sagte Juncker: "Ich begrüsse, dass die britische Premierministerin gestern einige Dinge klargestellt hat." Er habe ihr aber noch einmal gesagt, dass es erst dann Verhandlungen über den Austritt Grossbritanniens aus der EU geben werde, wenn das Vereinigte Königreich das nach Artikel 50 der EU-Verträge notwendige Austrittsgesuch einreiche. Die britische Regierung hat das Schreiben erst für Ende März angekündigt.

Die maltesische EU-Ratspräsidentschaft kündigte an, dass vermutlich vier bis fünf Wochen nach dem Austrittsgesuch ein Sondergipfel der verbleibenden EU-Staaten organisiert werden solle, um die Verhandlungsstrategie für die Union festzulegen. Vor allem die Gespräche über das künftig notwendige Freihandelsabkommen mit Grossbritannien dürften mühevoll werden, warnte der maltesische Ministerpräsident Joseph Muscat. Die EU müsse aufpassen, dass sie weder die vor ihr liegenden Aufgaben noch den Verhandlungspartner unterschätze./aha/DP/fbr

(AWP)