EU prüft nach VW-Skandal Wege für mehr Sammelklagen

Die Europäische Union sollte laut EU-Kommissarin Vera Jourova als Konsequenz aus der Volkswagen-Abgasaffäre Reformen erwägen, um mehr Sammelklagen zu ermöglichen.
28.09.2016 06:52
Abgastest bei VW in den USA.
Abgastest bei VW in den USA.
Bild: Bloomberg

Die Kommissarin für Justiz und Verbraucherschutz sagte dem "Handelsblatt" am Dienstag laut Vorabbericht, es sei frustrierend, dass Volkswagen-Kunden in den USA besser Schadenersatz geltend machen könnten als in Europa. Es werde momentan geprüft, ob man dies EU-weit regeln könne.

In den USA hat sich Europas grösster Auto-Hersteller mit Sammelklägern, Behörden und US-Bundesstaaten geeinigt. Dies kostet die Wolfsburger 15,3 Milliarden Dollar. Eine Entschädigung der Kunden in Europa lehnt VW ab, obwohl sich Forderungen nach einem ähnlichen Vergleich mehren.

Die EU-Kommission sei in Gesprächen mit den nationalen Regierungen und Verbraucherschutzgruppen, sagte Jourova. "Ich denke, dass hier das letzte Wort noch nicht gesprochen ist." VW hat jahrelang Abgaswerte manipuliert.

(Reuters)