EU prüft stärkere Nutzung der Opal-Pipeline durch Gazprom

BRÜSSEL (awp international) - Die EU-Kommission bereitet eine Entscheidung vor, ob der russische Staatskonzern Gazprom die Pipeline Opal in Deutschland umfassender als bisher nutzen darf. Der Antrag der Bundesnetzagentur zur Genehmigung werde geprüft, sagte eine Kommissionssprecherin am Dienstag in Brüssel. Zum Zeitrahmen der Entscheidung äusserte sie sich nicht. Nach Angaben der Bundesnetzagentur läuft eine Frist bis 31. Oktober.
25.10.2016 15:54

Der russische Energieminister Alexander Nowak hatte vergangene Woche über russische Medien erklärt, man erwarte eine Genehmigung aus Brüssel vor Ende Oktober. Die Kommissionssprecherin wollte die Berichte nicht bestätigen. Theoretisch könnte die Frist ausgedehnt werden.

Opal ist die Verlängerung der Pipeline Nord Stream 1, die russisches Gas über die Ostsee nach Europa transportiert. Opal führt das Gas weiter durch Deutschland in Richtung tschechische Grenze. Derzeit darf Gazprom als wesentlicher Betreiber die Leitungskapazität nur zu 50 Prozent ohne Auflagen nutzen. Eine Erhöhung dieser Kapazität wäre auch bedeutsam für den Weitertransport des Gases aus der geplanten Leitung Nord Stream 2./vsr/DP/she

(AWP)