EU-Ratspräsident vorsichtig optimistisch im Zollstreit mit den USA

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat sich vorsichtig optimistisch geäussert, dass die Europäische Union eine Ausnahme von den angekündigten US-Zöllen auf Stahl und Aluminium bekommt. "Ich habe gute Gründe anzunehmen, dass Kommissarin Malmström mehr erreichen wird, als wir das noch vor zwei oder drei Tagen annehmen konnten", sagte Tusk am Mittwoch in Brüssel. Doch müsse man das endgültige Ergebnis in Washington abwarten. An diesem Donnerstag werde "alles klar sein".
21.03.2018 17:56

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström versucht derzeit in Washington, für die EU als wichtigen Handelspartner und Verbündeten eine Ausnahme von den von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzöllen zu erreichen. Tusk betonte, es gehe darum, eine Störung der transatlantischen Beziehungen zu vermeiden. "Es steht viel auf dem Spiel", sagte er. Noch sei Zeit, verantwortungsbewusst zu handeln.

Die Gespräche zwischen den USA und der EU brachten vorerst aber noch keinen Durchbruch. EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström konnte nach einem Gespräch mit US-Handelsminister Wilbur Ross lediglich die Fortsetzung der Gespräche auf Spitzenebene verkünden. "Wir haben uns darauf verständigt, unverzüglich einen Diskussionsprozess mit Präsident Trump und der Trump-Administration über Themen in Gang zu setzen, die uns gemeinsam Sorgen bereiten", heisst es in einer gemeinsamen Stellungnahme von Malmström und Ross. Ziel sei es, gegenseitig akzeptable Ergebnisse so schnell wie möglich zu erzielen./vsr/dm/DP/mis

(AWP)