EU-Staaten wollen EU-Budget 2018 um 7,4 Prozent erhöhen

Die EU-Staaten sehen für das EU-Budget 2018 Zahlungen in der Höhe von 144,4 Milliarden Euro vor, teilte der EU-Ministerrat - das Gremium der EU-Staaten - am Montag mit. Dies ist ein Anstieg um 7,4 Prozent im Vergleich zum EU-Haushalt des laufenden Jahres.
04.09.2017 17:09

Grund dafür sei, dass viele EU-Programme zum Ende der laufenden Finanzperiode von 2014 bis 2020 jetzt erst umgesetzt werden, hiess es im Communiqué der EU-Staaten weiter.

Doch nicht nur die Zahlungen sondern auch die finanziellen Zusagen wurden erhöht: um 0,6 Prozent auf 158,9 Milliarden Euro gegenüber dem laufenden Jahr.

Als nächstes muss sich nun das EU-Parlament mit dem EU-Budget befassen. Denn dieses muss gemeinsam von den EU-Staaten und vom EU-Parlament beschlossen werden. Spätestens Ende November wollen sich beide EU-Institutionen auf einen Kompromiss geeinigt haben.

Mehr als 122,5 Milliarden Euro - das sind fast 85 Prozent aller Zahlungen - seien dazu vorgesehen, um Wachstum und Beschäftigung zu stimulieren, erklärte das Gremium der 28 EU-Staaten. Andere wichtige Schwerpunkte des Haushalts für 2018 seien die Sicherheit und das Management der Migrationskrise.

Die EU-Staaten wollten damit "die Umsetzung der politischen Prioritäten der EU" unterstützen, liess sich der estnische Finanzminister Märt Kivine, dessen Land zurzeit die EU-Präsidentschaft innehat, im Communiqué zitieren.

(AWP)