EU und IWF überweisen Ukraine rund 1,5 Milliarden Euro Finanzhilfen

Die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben der Ukraine etwa 1,5 Milliarden Euro Kredite überwiesen. Die zweite Tranche einer EU-Finanzhilfe in Höhe von 600 Millionen Euro sei bereits eingetroffen, teilte das Finanzministerium in Kiew am Mittwoch mit.
05.04.2017 18:40

Die Gesamthöhe der gewährten EU-Kredite beläuft sich damit auf 2,81 Milliarden Euro. Das sei die höchste gewährte Finanzhilfe für ein Nicht-EU-Mitglied, hiess es. Bis Ende dieses Jahres erwartet Kiew eine dritte Tranche aus dem 2015 beschlossenen Programm über 1,8 Milliarden Euro.

Gleichzeitig hat der IWF eine Milliarde Dollar (944 Millionen Euro) an die Zentralbank in Kiew überwiesen. Das Land soll aus dem 2015 beschlossenen vierjährigen Stabilisierungsprogramm insgesamt 17,5 Milliarden Dollar (16,5 Milliarden Euro) erhalten. Im Gegenzug verpflichtete sich die Regierung unter anderem zu einer Rentenreform und der Freigabe des Handels mit Ackerland bis Ende 2017. Der zweitgrösste Flächenstaat Europas verfügt weltweit über die grössten Gebiete mit der als besonders fruchtbar geltenden Schwarzerde.

Die Ukraine steckt seit dem Regierungssturz 2014 in einer schweren Krise. Die finanziellen Schwierigkeiten wurden durch die russische Annexion der Halbinsel Krim und den anschliessenden Krieg gegen die von Moskau unterstützten Separatisten im Donezbecken verstärkt./ast/thc/DP/jha

(AWP)