EU verklagt Österreich wegen Diskriminierung ausländischer Skilehrer

BRÜSSEL (awp international) - Die EU-Kommission verklagt Österreich wegen Auflagen für ausländische Skilehrer vor dem Europäischen Gerichtshof. Nach Ansicht der Brüsseler Behörde werden Skilehrer aus dem Ausland in Tirol und der Steiermark diskriminiert und in ihrer Arbeit eingeschränkt. So sei in Tirol vorgeschrieben, dass ausländische Skilehrer direkt vor Ort keine Schüler annehmen dürfen. Dadurch würden die Lehrer benachteiligt, erklärte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel. In Tirol können demnach ausländische Skilehrer nur Schüler unterrichten, die mit ihnen aus dem Ausland angereist sind. Das verstosse gegen die Dienstleistungsfreiheit der EU, erklärte die EU-Kommission.
22.07.2016 17:02

Auch Skischulen in der Steiermark schränken nach Ansicht der Brüsseler Behörde die Arbeit ausländischer Lehrer ein. Dort würden bestimmte berufliche Qualifikationen wie Skilauf für Behinderte nicht anerkannt. Die Kommission hatte Österreich bereits 2014 und 2015 deswegen gerügt. Das EU-Land änderte die Regelungen in den betroffenen Bundesländern aber nicht./ari/DP/enl

(AWP)