EU will private Investitionen in Afrika voranbringen

Die EU-Finanzminister suchen Wege, private Investitionen in Afrika voranzubringen und so Fluchtursachen zu lindern. "Wir haben ein enormes Problem mit Menschen, die aus Afrika nach Europa kommen", sagte der belgische Ressortchef Johan Van Overtveldt am Samstag vor einem Treffen auf Malta, an dem auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble teilnahm. "Langfristig ist es die bessere Lösung sicherzustellen, dass diese Menschen Möglichkeiten finden, ihr Leben in Afrika aufzubauen."
08.04.2017 14:44

Die Minister hatten sich im Februar geeinigt, über die Europäische Investitionsbank bis zu 3,7 Milliarden Euro zur Bekämpfung von Fluchtursachen zur Verfügung zu stellen. Eine Einigung mit dem Europaparlament steht aber noch aus. OECD-Generalsekretär Angel Gurria sagte am Rande des EU-Treffens auf Malta, auch seine Organisation und die G20 hätten Afrika im Fokus. "Wir konzentrieren uns alle darauf, Investitionen in Afrika voranzubringen", sagte er. Im Vergleich zu Entwicklungshilfe könne dies ein Vielfaches bewirken.

Zweites Thema des Finanzministertreffens war der weltweite Kampf gegen Steuervermeidung. Der Ministerrat hatte sich im Februar auf einen Plan geeinigt, der unterbinden soll, dass Unternehmen durch Verlagerung von Gewinnen in Steuerparadiese Abgaben umgehen. Van Overveldt sagte, Europa sei bei der Steuer-Harmonisierung gut vorangekommen. Nun gehe es darum, dass auch andere Weltregionen wie Nordamerika oder Asien im selben Tempo mitzögen./vsr/DP/he

(AWP)