Eurogruppenchef erwartet 'positiven Schritt' bei Griechenland-Hilfen

Vor den Beratungen der Eurogruppe über Griechenland hat sich deren Vorsitzender Jeroen Dijsselbloem zurückhaltend geäussert. "Ich hoffe, dass wir heute einen positiven Schritt vorankommen und dabei auf die enormen Anstrengungen aufbauen, die Griechenland unternommen hat", sagte Dijsselbloem am Donnerstag in Luxemburg.
15.06.2017 13:58

Die Finanzminister der Länder mit dem Euro als Währung wollten am Nachmittag über weitere Milliardenhilfen für das hoch verschuldete Griechenland entscheiden. Zuletzt gab es aber noch Streit über Schuldenerleichterungen und die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds.

Dijsselbloem schloss eine Entscheidung über den Umfang von Schuldenerleichterungen aus. "Es wird keine Zahl herauskommen", betonte der Niederländer. "Die Zahl wird es erst am Ende des Programms geben", also 2018. Derzeit gehe es nur darum, für Griechenland und den IWF klarzustellen, wie man vorgehen wolle und wie man "die Schuldenerleichterungen kalibriert, die man nächstes Jahr benötigt".

EU-Kommissar Pierre Moscovici mahnte erneut, die von Griechenland benötigten Milliarden freizugeben. Die Regierung in Athen habe die Forderungen der Gläubiger erfüllt. "Das ist erledigt", sagte Moscovici. Bei den Schuldenerleichterungen sah Moscovici die Chance auf einen Durchbruch. Man habe sehr intensiv mit Griechenland gearbeitet, sagte der Franzose. "Ich glaube, wir haben jetzt die Parameter für eine Vereinbarung."/vsr/DP/jha

(AWP)