Eurogruppenchef: Keine neue staatliche Rettung für europäische Banken

BRÜSSEL (awp international) - Vor dem Hintergrund der schwierigen Lage vieler italienischer Banken hat Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem ein neues milliardenschweres Rettungsprogramm aus Steuergeldern abgelehnt. "Die Probleme müssen in den Banken geregelt werden", sagte der Niederländer beim Treffen der Euro-Finanzminister am Montag in Brüssel. Die Einfachheit, mit der einige Banker mehr öffentliche Gelder forderten, um ihre Probleme zu lösen, sei problematisch. "Das muss ein Ende haben."
11.07.2016 18:47

Der Chefökonom der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau, hatte zuvor vorgeschlagen, 150 Milliarden Euro in die Rekapitalisierung der europäischen Banken zu stecken. Notfalls müsse für die Bankenrettung sogar ein Bruch der Regeln der neuen EU-Bankenrichtlinie akzeptiert werden, sagte er. Staatliche Hilfen für angeschlagene Banken dürfen demnach eigentlich erst fliessen, nachdem Aktionäre und private Gläubiger herangezogen wurden. Das wurde nach der schweren Finanzkrise 2008/2009 beschlossen./ari/DP/stb

(AWP)