Europas Banken müssen Milliarden-Polster aufbauen

Die Banken Europas dürften Hunderte von Milliarden Euro zusätzlich benötigen. So sollen die Steuerzahler im Fall von Bankenkrisen geschützt werden.
23.07.2016 05:57
Ein Bancomat in Griechenland: Banken müssen sich besser gegen Krisen wappnen.
Ein Bancomat in Griechenland: Banken müssen sich besser gegen Krisen wappnen.
Bild: Bloomberg

Die europäischen Banken müssen in den nächsten Jahren Verluste absorbierende Papiere im Volumen von Hunderten von Milliarden Euro begeben um die Anforderungen der Europäischen Union (EU) zum Schutz der Steuerzahler vor den Kosten von Bankenschieflagen Genüge zu tun.

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) schätzt den Bedarf unter den konservativsten Annahmen für die Definition von "Verluste absorbierend" auf bis zu 470 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung von vorrangigen unbesicherten Anleihen könnte der Betrag auf 790 Mrd. Euro steigen.

Das gab die EBA am Mittwoch in ihrer ersten quantitativen Impact-Studie zu den Mindestanforderungen der EU für Eigenmittel und berücksichtigungsfähiges Fremdkapital für den Abwicklungsfall (MREL) bekannt.

Die Ergebnisse seien aufgrund offener methodologischer Fragen jedoch mit Vorsicht zu betrachten, erklärte die EBA gleichzeitig. Das tatsächliche MREL-Niveau, das noch festgelegt werden muss, könne von den aktuellen Schätzungen abweichen.

(Bloomberg)