Ewald Nowotny - «Müssen das Projekt europäische Kapitalmarktunion verstärkt angehen»

Die Länder der Euro-Zone müssen nach Einschätzung von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny grössere Anstrengungen unternehmen, um ihre Interessen zu verteidigen und der Dominanz des US-Dollar entgegenzuwirken.
31.08.2018 08:07
Ewald Nowotny ist Gouverneur der Österreichischen Nationalbank.
Ewald Nowotny ist Gouverneur der Österreichischen Nationalbank.
Bild: Bloomberg

"Generell ist die Wirtschaftspolitik der USA derzeit eines der substanziellen Risiken für die Weltwirtschaft", sagte der österreichische Notenbankchef zu Journalisten bei einem Wirtschafsforum in Alpbach.

Eine unvorhersehbare Handels- und Wirtschaftspolitik, unausgewogene Urteile in US-Gerichten und die dominante Rolle der amerikanischen Währung seien schlecht für Europa. Deshalb seien Massnahmen notwendig, die den Euro stärkten. "Diese Rolle (des Dollars) ist sehr stark, man soll sich da keine Illusionen machen," sagte Nowotny. Es bestehe ein wachsendes Interesse, sich von der einseitigen Dominanz zu befreien. "Ich glaube, es ist daher sehr wichtig, dass wir das Projekt europäische Kapitalmarktunion verstärkt und intensiv angehen."

(Reuters)

 
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