Ex-Parlamentspräsident in Brasilien verurteilt - 15 Jahre Haft

Einer der umstrittensten Politiker Brasiliens, der frühere Parlamentspräsident Eduardo Cunha, ist wegen Korruption und Geldwäsche zu 15 Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der die Ermittlungen im "Lava-Jato"-Skandal steuernde Richter Sergio Moro befand ihn am Donnerstag in der südbrasilianischen Stadt Curitiba unter anderem für schuldig, im Zuge eines Geschäftes des halbstaatlichen Ölkonzerns Petrobras im afrikanischen Benin 1,5 Millionen US-Dollar Schmiergeld bekommen zu haben. Das berichtete das Portal "Folha de S. Paulo". Cunha war die treibende Kraft beim Amtsenthebungsverfahren gegen Präsidentin Dilma Rousseff, bevor er selbst abgesetzt und im Oktober 2016 festgenommen worden war./ir/DP/tos
30.03.2017 19:37

(AWP)