Experte: Brexit-Gespräche erhöhen 'Schlagzeilen-Risiko' fürs Pfund

Das britische Pfund dürfte aufgrund der Brexit-Verhandlungen nach Einschätzung eines Experten weiter auf Zick-Zack-Kurs bleiben. "Das "Schlagzeilen-Risiko" (headline risk) ist sehr hoch für das Pfund", sagte James Athey, Top-Manager beim Vermögensverwalter Aberdeen Asset Management, der Deutschen Presse-Agentur.
27.05.2017 11:46

Die zu erwartende Mischung aus euroskeptischen Aussagen, harten Verhandlungsankündigungen und beschwichtigenden Tönen werde den Kurs des Sterlings durcheinanderwirbeln. "Aber auf lange Sicht erwarte ich viel Positives und daher einen Kursanstieg des Pfunds." Die britische Währung war seit dem Brexit-Votum im Juni 2016 um rund 20 Prozent zum Euro eingebrochen. Die vorgezogene Neuwahl in Grossbritannien am 8. Juni werde hingegen den Kurs kaum beeinflussen, sagte Athey.

Mit Blick auf die britische Wirtschaft zeigte sich Athey zuversichtlich. "Etwa 95 Prozent der Unternehmen im Vereinigten Königreich exportieren nicht in die EU", sagte der Manager mit Blick auf alle Betriebe im Land. Die "sehr flexible und sehr offene" britische Wirtschaft sehe bereits jetzt ein grösseres Wachstum im Handel mit Ländern ausserhalb der EU als mit der Staatengemeinschaft. Ein schwaches Pfund zum Euro und US-Dollar macht Exporte britischer Unternehmen günstiger./bvi/DP/zb

(AWP)