EZB-Direktor nennt Wirtschaftserholung «unbefriedigend»

Die Konjunktur in der Währungsunion entwickelt sich aus Sicht von EZB-Direktor Yves Mersch nach wie vor viel zu schleppend.
03.09.2016 16:18
Euro-Symbol vor der ehemaligen Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Euro-Symbol vor der ehemaligen Europäischen Zentralbank in Frankfurt.
Bild: cash

"Das Tempo der Erholung in der Euro-Zone bleibt unbefriedigend, die Arbeitslosigkeit ist immer noch zu hoch", sagte das Mitglied der Führungsspitze der Europäischen Zentralbank (EZB) am Samstag auf einer Konferenz im italienischen Cernobbio. Das Vertrauen in die europäischen Institutionen sei zudem sehr schwach. "Es ist klar, Anstrengungen zur Verstärkung der Erholung müssen unternommen werden", mahnte Mersch laut Redetext.

Wenige Tage vor der nächsten EZB-Zinssitzung am Donnerstag ging er nicht auf die aktuelle Geldpolitik ein. Er merkte lediglich an, dass die EZB ihr Inflationsziel nur mit Schritten erreichen dürfe, die das Vertrauen in die Währung nicht gefährden.

"Extreme Maßnahmen oder rechtliche Verletzungen unseres Mandats gehören nicht zu diesen Instrumenten." Die Notenbank strebt knapp zwei Prozent Teuerung als für die Wirtschaft optimales Inflationsniveau an. Davon ist sie aktuell weit entfernt. Im August zogen die Verbraucherpreise lediglich 0,2 Prozent an.

(Reuters)