EZB: Notenbanken könnten bei Brexit-Votum an Börse intervenieren

Rom (awp/sda/reu) - Die Europäische Zentralbank (EZB) steht bereit, um im Falle eines britischen EU-Austritts den erwarteten Turbulenzen an den Finanzmärkten entgegenzuwirken. EZB-Ratsmitglied Ignazio Visco sagte der italienischen Zeitung "La Repubblica", ein Votum am kommenden Donnerstag für den sogenannten Brexit sei derzeit die grösste Sorge.
18.06.2016 13:58

"Wir schauen uns das Risiko jeden Tag an und alle Zentralbanken, nicht nur die EZB, sind bereit zu intervenieren mit den konventionellen Mitteln, die sie haben." Dazu zählten die Zinssätze sowie Repo- und Swap-Transaktionen, also Rückkauf- und Tausch-Geschäfte.

Sollten die Briten der Europäischen Union tatsächlich "Good bye" sagen, wird mit heftigen Ausschlägen an den Börsen gerechnet, unter anderem mit einer starken Abwertung des Pfund. Auch die Weltwirtschaft könnte in Mitleidenschaft gezogen werden.

(AWP)