EZB-Präsidentin Lagarde fordert Europäer zu mehr Zusammenarbeit auf

Die neue EZB-Präsidentin Christine Lagarde fordert die Europäer angesichts weltweiter Krisen zu engerer Zusammenarbeit auf. "In Zeiten, in denen der Multilateralismus in der Krise steckt, wird die Zusammenarbeit in einer Union sogar noch wichtiger", sagte die seit 1. November amtierende Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) laut Redetext am Donnerstagabend beim Neujahrsempfang der Stadt Frankfurt. "Der Beginn dieses neuen Jahrzehnts könnte für Europa der richtige Zeitpunkt sein, ein neues Gesicht zu zeigen."
16.01.2020 19:24

Ein besonderes Anliegen sei ihr, die EZB und die Menschen in Europa "näher zusammenzubringen", bekräftigte Lagarde. Schon vor ihrem Amtsantritt in Frankfurt hatte die damalige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) zugesichert, die Nebenwirkungen der seit Jahren ultralockeren Geldpolitik genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Zinstief inklusive negativer Zinsen macht Banken und Sparern zu schaffen.

"Wir werden offen, transparent und zugänglich sein. Wir werden versuchen, eine Sprache zu sprechen, die jeder versteht. Und wir werden zuhören und ein offenes Ohr für die Sorgen und Bedenken der Bürgerinnen und Bürger haben", versprach Europas oberste Währungshüterin am Donnerstag. Nach der ersten EZB-Ratssitzung unter ihrer Leitung im Dezember hatte Lagarde eine strategische Überprüfung des EZB-Kurses angekündigt: "Wir werden jeden Stein umdrehen."/ben/DP/he

(AWP)