Faule Gelder - EZB erhält Unterstützung bei Problemkrediten

Die Finanzminister der Euroländer stellen sich hinter die von der Europäischen Zentralbank verlangten dickeren Polster bei Banken für wackelige Kredite.
07.11.2017 07:03
Der Hauptsitz der EZB in Frankfurt.
Der Hauptsitz der EZB in Frankfurt.
Bild: Bloomberg

Es habe eine generelle Übereinstimmung für das Vorgehen der EZB-Bankenaufsicht gegeben, sagte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem am Montagabend nach einem Treffen mit seinen Euro-Amtskollegen in Brüssel.

Geldhäuser in der Euro-Zone schleppen als Hinterlassenschaft der Finanz- und Wirtschaftskrise immer noch 844 Milliarden Euro an faulen Krediten mit sich herum. Damit nimmt tendenziell die Bereitschaft der Banken ab, neue Darlehen auszugeben, was das Wirtschaftswachstum bremst. Die EZB-Aufseher hatten erst kürzlich neue Richtlinien veröffentlicht, wie Geldhäuser künftig mit neuen Problemkrediten umzugehen haben. Der Vorstoss war in Italien auf heftige Kritik gestossen, wo befürchtet wird, dass die Banken zu sehr belastet werden. Notenbank-Insider hielten es zuletzt für möglich, dass deswegen die Richtlinien für den Umgang mit dem Altbestand eher milde ausfallen könnten.

(Reuters)