Fed-Vize Fischer: Zurücknahme der Bankenregulierung "gefährlich"

Fed-Vize Stanley Fischer hat die US-Regierung eindringlich vor einer Zurücknahme der Bankenregulierung gewarnt. Solche Schritte seien "gefährlich und extrem kurzsichtig", sagte der Notenbanker in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der "Financial Times".
17.08.2017 12:54

Es gebe beunruhigende Anzeichen für eine Rückkehr zu einem Zustand, wie er vor der globalen Finanzkrise bestanden habe. "Ich bin besorgt, dass uns das politische System in den USA in eine Richtung führt, die sehr gefährlich ist", sagte Fischer.

US-Präsident Donald Trump strebt eine Aufweichung der strengen Bankenregulierung an, die nach der Finanzkrise beschlossen wurde. Per Erlass ordnete Trump unter anderem an, dass die Wall-Street-Reformen von 2010 überprüft werden sollen.

Das Dodd-Frank-Gesetz war die zentrale Lehre, die die USA aus der Finanzkrise gezogen haben. Damals wurden Banken weltweit mit Hilfe von Steuermilliarden und Liquiditätsgarantien vor dem Zusammenbruch gerettet. Trump hatte wiederholt kritisiert, Dodd-Frank gebe der Finanzaufsicht zu viel Macht. US-Banken könnten so nicht richtig funktionieren, was die Wirtschaft bremse.

(AWP)