Ferienzeit - So machen Sie Einbrechern das Leben schwer

Wer während den Ferien wertvolle Gegenstände zu Hause lässt, sollte einiges beachten. Das sind die wichtigsten Tipps.
13.07.2017 14:13
Von Ivo Ruch
Raubüberfälle mit Maske: In der Schweiz eine Seltenheit.
Raubüberfälle mit Maske: In der Schweiz eine Seltenheit.
Bild: pixabay.com

Zuerst die gute Nachricht: In der Schweiz werden immer weniger Straftaten begangen. Diebstähle und Einbrüche sind von Jahr zu Jahr rückläufig, wie ein Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik des Bundes zeigt. Auch erfreulich: In diesen Tagen beginnt in der Schweiz die Zeit der grossen Sommerferien.

Nun die schlechte Nachricht: Eingebrochen wird nach wie vor. Insbesondere in den kalten und dunklen Monaten November bis Februar wird bei Privathaushalten besonders häufig eingestiegen. Rund 2500 Delikte werden dann monatlich registriert (siehe Grafik).

Auch wenn die Sommermonate als weniger gefährlich gelten: Es gibt es einige Punkte, die sich Ferienreisende zu Herzen nehmen sollten, um Einbrechern das Leben zu erschweren:

Tresor ist nicht gleich Tresor

Wertsachen im Tresor aufzubewahren, ist grundsätzlich eine gute Idee. Denn Einbrecher suchen in der Regel Geld und Schmuck, was in Tresoren gut Platz hat. Oft steuern sie zuerst das Büro oder das Schlafzimmer an, wo bei der Suche grosser Sachsaden entstehen kann. Der Tresor-Hersteller Waldis rät deshalb: "Der Tresor gehört weder getarnt noch versteckt in den Keller". Stattdessen soll er schnell gefunden werden, damit die Einbrecher nicht mehr weitersuchen.

Bei dieser Strategie ist allerdings entscheidend, dass der Panzerschrank von hoher Qualität ist. Dazu gehört ein Modell ohne Schlüssel – sonst geht die Sucherei von Neuem los. Zudem muss die Bauweise so solide sein, dass sie einem Angriff standhält. Mit verschiedenen Techniken (Abklopfen, thermische Werkzeuge) wird der Tresor zu öffnen versucht. Gelingt das nicht, bleibt noch der Abtransport. Eine Verankerung ist deshalb ebenfalls notwendig.

Verräterische Post(s)

Bei längeren Ferien bleibt die Post logischerweise im Briefkasten liegen. Damit dieser nicht nach wenigen Tagen überquillt, kann bei der Post eine vorübergehende Aufbewahrung verlangt werden. Dieser Service kostet für die ersten zwei Wochen 20 Franken, für jede zusätzliche Woche 2 Franken. Auch ein Nachsenden der Post ist möglich. Zudem bieten viele Zeitungen oder Zeitschriften eine Unterbrechung der Zustellung an.

Genauso unachtsam wie eine Ferien-Nachricht auf der Combox oder Telefonbeantworter sind entsprechende Mitteilungen auf den sozialen Medien. Facebook-Posts wie "Liebe Feriengrüsse aus..." können eine Einladung für Kriminelle sein. Der digitale Freundeskreis freut sich auch nach den Ferien noch über schöne Strandbilder.

Am besten ist es natürlich, wenn Diebe erst gar nicht in die Wohnung gelangen. Dafür sollten Türe und Fenster auf dem neusten Stand und verriegelt sein. Auch eine professionelle Alarmanlage kann unerwünschte Gäste fernhalten. Genauso wie eine Zeitschaltuhr für ein paar wichtige Lichtquellen. Abzuraten ist von komplett geschlossenen Rollläden. Einbrecher beobachten mögliche Ziele meist im Voraus und erkennen dann, dass womöglich niemand zu Hause ist.