Finanzbranche - UBS und Deutsche Bank wollten Allianz im Investmentbanking

Die UBS und die Deutsche Bank haben laut einem Zeitungsbericht über einen Zusammenschluss ihrer Geschäftsfelder im Investmentbanking gesprochen.
25.08.2019 15:40
Die UBS ist die grösste Bank der Schweiz.
Die UBS ist die grösste Bank der Schweiz.
Bild: cash

Von Jahresanfang bis Juni habe man diese Allianz verfolgt, berichtete das "Wall Street Journal" am Sonntag. Eine Einigung sei jedoch nicht zustande gekommen. Denn beide Seiten hätten es nicht geschafft, die heiklen Fragen zu klären, insbesondere wie man Kapital für die gemeinsamen Geschäftsfelder zuteile und strukturiere, schrieb die Zeitung unter Berufung auf mit den Verhandlungen Vertraute.

Die UBS und die Deutsche Bank hätten bereits seit Jahren über das Ausloten einer Fusion nachgedacht. Die Gespräche seien mehrfach unterbrochen worden, aber nicht ganz vom Tisch gewesen, sagte laut der Zeitung eine daran beteiligte Person.

Innerhalb der Deutschen Bank sei ein Zusammenschluss als Möglichkeit gesehen worden, Deutschlands grösste Bank vor den schmerzhaften Einschnitten zu bewahren, die derzeit vorgenommen würden, hiess es weiter. An den Gesprächen Mitte Juni in der Nähe von Mailand hätten die Finanzchefs beider Banken und Führungskräfte der Investmentbanken teilgenommen. Man habe darüber diskutiert, Geschäftsfelder zu tauschen und Teile der Investmentbanken zu verflechten. Die Muttergesellschaften hätten aber getrennt bleiben sollen.

Die Deutsche Bank wollte sich laut der Nachrichtenagentur Reuters dazu nicht äussern. Die UBS antwortete auf eine Anfrage am Sonntag bislang nicht.

Im Mai hatte Reuters berichtet, dass Gespräche über einen Zusammenschluss der Vermögensverwaltung der beiden Banken aufgegeben wurden, da man sich nicht verständigen konnte, wer einen solche neue Einheit kontrollieren würde.

(AWP)