Finanzkontrolle kritisiert ASTRA wegen Beizug externer Ingenieure

Bern (awp/sda) - Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) gibt für Unterhalt und Ausbau des Nationalstrassennetzes Milliarden aus. Ein Teil des Geldes geht an externe Ingenieure, die zur Unterstützung beigezogen werden. Doch nicht immer ist der Bedarf dafür nachgewiesen.
23.08.2016 12:31

Zu diesem Schluss kommt die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht. Sie stellt zwar fest, dass mit der so genannten Bauherrenunterstützung Belastungsspitzen gebrochen und fehlendes Know-how eingekauft werden kann. Der Bedarf dafür werde aber nicht systematisch und basierend auf Fakten ermittelt.

Zudem werden die Aufträge nach Ansicht der EFK zu wenig präzise formuliert. Es fehle eine Beschaffungsstrategie mit Zielvorgaben zur Optimierung des Einsatzes der Bauherrenunterstützung. Damit blieben Synergien ungenutzt, mit denen die Kosten für den Bund reduziert werden könnten, heisst es in dem Bericht.

Konkret hat die EFK Projekte zur Instandhaltung der Gotthardpassstrasse unter die Lupe genommen. Die Kosten belaufen sich auf über 300 Mio CHF, für Honorare der Bauherrenunterstützung sind rund 7,3 Mio CHF vorgesehen. Bei deren Führung und Kontrolle stellte die EFK Mängel fest.

Insgesamt wurden 2014 rund 1,3 Mrd CHF in Unterhalt und Ausbau des Nationalstrassennetzes investiert. Laut ASTRA werden pro Jahr zwischen 40 und 65 Milo CHF für die Honorare der Bauherrenunterstützung ausgegeben.

cp/

(AWP)