Finma stellt 2017 bis 2020 starke Bankenkapitalisierung ins Zentrum

(Meldung ausgebaut)
16.11.2016 15:53

Bern (awp/sda) - Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hat ihre strategischen Ziele für die kommenden vier Jahre vorgestellt. Die Behörde legt den Fokus dabei auf die Kapitalisierung der Banken und Versicherungen.

Die sieben Ziele für die Jahre 2017 bis 2020 würden an die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre anknüpfen, schreibt die Finma in ihrer Mitteilung vom Mittwoch. Der Bundesrat hat diese Ziele am Mittwoch genehmigt.

Statt allgemeiner Ziele wie noch für die Jahre 2013 bis 2016 - etwa die Stärkung der Reputation des Finanzplatzes und die Förderung von fairem Geschäftsverhalten durch Bewilligungsverfahren - führt die Finma für die nächsten vier Jahre konkretere Vorhaben an.

AUGENMERK AUF GLÄUBIGERSCHUTZ

Die neuen Ziele sollen insbesondere die Wichtigkeit der Stabilität der Finanzinstitute unterstreichen. Kernelement ist daher eine starke Kapitalisierung von Banken und Versicherungen. Die Finma will auch Gläubiger und Versicherte bei der Bewältigung des Strukturwandels im Finanzmarkt schützen.

Zudem soll das Too-Big-to-fail-Problem mit "funktionsfähigen Notfallplänen und glaubwürdigen Resolution-Strategien" weiter entschärft werden. Ausserdem will die Finma die Bekämpfung von Fehlverhalten in den Vordergrund rücken. Genannt wird dabei insbesondere die Geldwäscherei. Dabei setzt sie sowohl auf eine möglichst vorausschauende Aufsicht als auch auf präventiv wirkende Enforcement-Massnahmen.

INNOVATIONSFREUNDLICHKEIT

Mehr Gewicht soll die Innovationsfreundlichkeit in der Regulierungs- und Aufsichtstätigkeit der Finma erhalten, da eine erfolgreiche Zukunft des Finanzplatzes Schweiz von dessen Innovationsfähigkeit abhänge, schreibt die Finma.

Daher will die Finma auch den Abbau von unnötigen wettbewerbsbehindernden Regulierungshürden und die Schaffung von geeigneten Rahmenbedingungen für innovative Finanzdienstleister unterstützen. Bei ihren eigenen Finanzmarktregulierung strebt die Finanzmarktaufsicht "eine intelligente Äquivalenz mit den relevanten internationalen Vorschriften" an.

Indem die Finma ihre eigene Effizienz steigert, hofft sie ausserdem mit den frei werdenden Ressourcen, gezielt neu entstehende Risiken, etwa bei der Cyberkriminalität.

(AWP)