Flughafen Zürich: BAZL-Pläne liefern kein Rezept für die Zukunft

Bern (awp/sda) - Der Flughafen Zürich zeigt sich gegenüber den neuesten Vorschlägen des Bundesamts für Zivilluftfahrt (BAZL) zur Verbesserung der Sicherheit im Flugbetrieb zweigeteilt. Der überarbeitete Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL2) löse zwar wichtige bestehende Probleme, er gebe jedoch keine Antworten für die Zukunft.
27.09.2016 11:28

Die Flughafen Zürich AG begrüsse, dass das vorliegende SIL-Objektblatt die raumplanerischen Grundlagen für zusätzliche Sicherheitsmassnahmen schaffe, heisst es in einer Medienmitteilung. Besonders die Anpassung des Bisen-Konzepts mit Südstarts schaffe mehr Sicherheit. Am Flughafen Zürich sollen bei Nebel oder Bise nämlich neu "Südstarts geradeaus" möglich sein.

Auch die vorgesehene "Optimierung des Nordkonzepts", die unter anderem eine Auffächerung der Weststarts vorschlägt, trägt aus Sicht des Flughafens zu einer Verringerung der Komplexität bei und eliminiert Kreuzungspunkte.

Das vorliegende SIL-Objektblatt zeige aber keine Lösungen auf, wie die prognostizierte Nachfrage nach Luftverkehr langfristig abgewickelt werden solle, kritisiert der Flughafen. Dies schaffe Unsicherheit für die Bevölkerung und verunmögliche es der Flughafenbetreiberin, langfristig einen qualitativ hochstehenden Flugbetrieb sicherstellen zu können.

Ähnlich äussert sich das "Komitee Weltoffenes Zürich". Der Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL2) erweitere die Sicherheitsmarge im Flugbetrieb, lindere Kapazitätsengpässe bei Nebel und Bise und sichere die Betriebszeiten. Dies sei die gute Nachricht, hält das Komitee in einer Stellungnahme fest. Weniger gut sei die Nachricht, dass der Plan in erster Linie Vergangenheit bewältige, statt dass er Entwicklungspotenzial sichere.

(AWP)