Ford stoppt Pläne für Werk in Mexiko nach Trump-Kritik

FLAT ROCK (awp international) - Der Autohersteller Ford verzichtet nach Kritik des künftigen US-Präsidenten Donald Trump auf ein neues Werk in Mexiko. Die Pläne für eine 1,6 Milliarden Dollar (1,5 Mrd Euro) teure Fabrik in San Luis Potosi seien gestoppt worden, teilte das US-Unternehmen am Dienstag mit. Stattdessen sollten nun 700 Millionen Dollar in eine bestehende Fertigungsstätte in Flat Rock im Bundesstaat Michigan investiert werden. Die Expansion werde 700 neue Jobs schaffen. Das Werk solle für den Bau von selbstfahrenden und elektrischen Autos umgerüstet werden.
03.01.2017 17:34

Um die Profitabilität des Konzerns zu steigern, wird Ford allerdings nach eigenen Angaben die neue Generation des Modells Focus in einem bereits bestehenden Werk im mexikanischen Hermosillo herstellen. Trump hatte den Autobauer und andere US-Konzerne wiederholt für die Produktion in dem Niedriglohn-Nachbarland kritisiert. Erst am Morgen (Ortszeit) hatte er den grössten US-Autobauer General Motors über den Kurznachrichtendienst Twitter attackiert und mit hohen Strafzöllen auf aus Mexiko importierte Fahrzeuge für den US-Markt gedroht./hbr/DP/he

(AWP)