Frankreich will Erkundung neuer Gas- und Ölvorkommen verbieten

Im Kampf gegen den Klimawandel will Frankreich die Erkundung neuer Gas- und Öl-Vorkommen im Land verbieten. Umweltminister Nicolas Hulot legte dazu am Mittwoch im Ministerrat einen entsprechenden Gesetzentwurf vor. Paris sieht sich mit dem Schritt in einer internationalen Vorreiterrolle.
06.09.2017 15:40

Falls das Gesetz wie geplant bis zum Jahresende vom Parlament beschlossen wird, solle es auf französischem Territorium keine neuen Genehmigungen mehr für Erkundungen geben, erklärte Hulot. Alte Genehmigungen würden über das Jahr 2040 hinaus nicht mehr erneuert. Das Gesetz soll auch die Überseegebiete umfassen.

Eine Erzeugung von Schiefergas werde es in Frankreich nicht geben, so Hulot. Der im Mai gewählte sozialliberale Präsident Emmanuel Macron hatte sich bereits im Wahlkampf gegen den Abbau von Schiefergas ausgesprochen.

Frankreich verabschiedete schon 2015 ein Energiewende-Gesetz, um den den Energieverbrauch aus fossilen Quellen wie Öl, Kohle und Gas bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 2012 zu drücken. Frankreich ist laut ergänzenden Informationen der Nachrichtenagentur AFP kein grosses Erzeugerland. Die Eigenerzeugung beim Öl decke beispielsweise nur ein Prozent des Verbrauchs. Vor der Küste des Überseedépartements Guyana sei aber zu Beginn des Jahrzehnts Öl gefunden worden./cb/DP/jha

(AWP)