Frankreichs Notenbankchef sieht Risikoaufschläge 'zeitlich begrenzt'

Der französische Notenbankpräsident Francois Villeroy de Galhau rechnet nicht mit einem längeren Anstieg der Risikoaufschläge französischer Staatsanleihen im Vergleich zu Bundesanleihen. In einem Interview mit dem Radiosender BFM räumte er aber am Mittwoch eine angespannte Lage am Markt für europäische Staatsanleihen ein. Diese dürfte aber nur "zeitlich begrenzt" sein.
08.02.2017 15:38

Am Montag hatte die Rendite für zehnjährige französische Staatsanleihen bei 1,16 Prozent den höchsten Stand seit 2015 erreicht. Bis zum Mittwochnachmittag ist die Rendite aber wieder auf 1,06 Prozent gesunken. Zeitgleich wurden Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren mit einer Rendite von 0,30 Prozent gehandelt.

Auf die Frage, ob der Notenbankchef bereits mit der Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen vom Front National zusammengetroffen sei, wollte Villeroy de Galhau keinen Kommentar abgeben. Er sagte aber, dass die Banque de France allen Franzosen zur Verfügung stehe und das schliesse die gewählten Volksvertreter mit ein./jkr/jsl/jha/

(AWP)