Französische Lehrer und Fluglotsen streiken gegen Regierungspolitik

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben in Frankreich aus Protest gegen die Regierungspolitik gestreikt und damit auch den Flugverkehr gestört. Neben der Flugsicherung waren am Dienstag etwa Schulen und Verwaltungen von Arbeitsniederlegungen betroffen. Nach Angaben des Bildungsministeriums folgten rund 17,5 Prozent der Lehrer dem Streikaufruf von neun Gewerkschaften. Die Fluggesellschaft Air France rechnete mit dem Ausfall von etwa 25 Prozent ihrer Kurz- und Mittelstreckenflüge. Auch Flüge deutscher Airlines nach Frankreich wurden gestrichen. Im Zugverkehr wurden dagegen keine grösseren Probleme gemeldet.
10.10.2017 15:33

In der Hauptstadt Paris gingen am Nachmittag zahlreiche Menschen gegen Vorhaben der Regierung auf die Strasse. Präsident Emmanuel Macron will in den kommenden Jahren unter anderem 120 000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen. Unmut gibt es auch über die Ankündigung der Regierung, die Gehälter vorerst einzufrieren. Man folge seit Jahren der gleichen Sparlogik, kritisierte der Chef der Gewerkschaft Force Ouvrière, Jean-Claude Mailly, in Lyon. "Im öffentlichen Dienst in Frankreich knarzt es." Dort arbeiten in Frankreich rund 5,4 Millionen Menschen.

In den vergangenen Wochen hatte es in Frankreich schon mehrfach Proteste gegen Reformvorhaben Macrons und der Regierung gegeben, vor allem gegen eine Arbeitsmarktreform./sku/DP/jha

(AWP)