Französischer Politiker Bayrou kandidiert nicht für Präsidentenamt

Der unabhängige französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron hat Aussicht auf einen wichtigen neuen Unterstützer. Der Zentrumspolitiker François Bayrou verzichtete am Mittwoch auf eine eigene Kandidatur für die Wahl in gut zwei Monaten und bot Macron ein Bündnis an. Bayrou begründete seine Entscheidung mit der Gefahr eines Erfolgs der Rechtspopulistin Marine Le Pen von der Front National, die in Umfragen für den ersten Wahlang derzeit klar vorn liegt.
22.02.2017 17:11

Bayrou hatte 2002, 2007 und 2012 selbst für das Amt des Staatspräsidenten kandidiert, war aber stets im ersten Wahlgang ausgeschieden. Vor fünf Jahren holte er rund neun Prozent der Stimmen und unterstützte bei der anschliessenden Stichwahl den Sozialisten François Hollande, der dann auch gewann.

Der ehemalige Wirtschaftsminister Macron gilt als ein möglicher Favoriten für den Einzug in die entscheidende Stichwahl. Für die Wahl hatte Bayrou ursprünglich ein Bündnis mit dem ehemaligen konservativen Premierminister Alain Juppé angestrebt. Dieser hatte das Rennen um die Kandidatur des bürgerlichen Lagers aber gegen François Fillon verloren. Daraufhin liess Bayrou lange offen, ob er selbst wieder antritt. Die Franzosen wählen ihren neuen Staatschef in zwei Wahlgängen am 23. April und am 7. Mai./sku/DP/stb

(AWP)