Für US-Finanzminister wäre Zerschlagung grosser Banken ein 'grosser Fehler'

US-Finanzminister Steven Mnuchin hat sich im Namen der Regierung gegen eine Zerschlagung grosser Banken ausgesprochen. "Wir unterstützen die Trennung von Geschäfts- und Investmentbanken nicht", sagte Mnuchin am Donnerstag bei einer Anhörung im Bankenausschuss des Senats. Den Geldhäusern die Kreditvergabe an Privatkunden und das Investmentbanking unter einem Dach zu verbieten, bezeichnete der ehemalige Goldman-Sachs-Angestellte als "grossen Fehler".
18.05.2017 19:40

US-Präsident Donald Trump hatte jüngst Spekulationen angeheizt, seine Regierung könnte eine Version des sogenannten Glass-Steagall-Gesetzes wieder einführen, die eine solche Trennung zentraler Geschäftsbereiche für Grossbanken vorschreiben würde. "Wir beschäftigen uns derzeit damit", sagte Trump kürzlich im Interview der Nachrichtenagentur Bloomberg, ohne näher ins Detail zu gehen.

Das Gesetz war im Zuge der grossen Wirtschaftskrise der 1930er Jahre eingeführt worden, um die Kundeneinlagen der grossen Geldhäuser besser vor riskanten Geschäften an den Finanzmärkten zu schützen. 1999 wurde Glass-Steagall wieder abgeschafft. Für US-Banken wie JPMorgan Chase, Citigroup oder Bank of America könnte ein neues Trenngesetz tiefe Einschnitte ins Geschäftsmodell bedeuten./hbr/men

(AWP)