G20-Länder wollen beim Gesundheitsschutz zusammenrücken

Die G20-Industrie- und Schwellenländer wollen beim Schutz gegen ansteckende Krankheiten und wachsende Antibiotika-Resistenzen enger zusammenarbeiten.
20.05.2017 16:40

"Dass die globale Gesundheit zum festen Bestandteil auf der Tagesordnung der G20 wird, ist ein starkes Signal, das heute von Berlin ausgeht", sagte der deutsche Gesundheitsminister Hermann Gröhe am Samstag zum Ende der ersten Gesundheitsministerkonferenz der G20 in Berlin.

Ein "wichtiger Durchbruch im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen" sei, dass alle G20-Länder zugesagt hätten, bis Ende 2018 mit der Umsetzung nationaler Aktionspläne zu beginnen, sich für eine Verschreibungspflicht starkzumachen und die Forschung voranzutreiben. Zudem wollen die G20-Länder armen Staaten beim Gesundheitsschutz stärker unter die Arme greifen und ihnen den Zugang zu bezahlbaren Medikamenten erleichtern.

Die G20-Gesundheitsminister verabschiedeten ein Communiqué, in dem der Wille zu einer besseren Zusammenarbeit bekundet wird. So soll bei künftigen Gesundheitskrisen schneller vorgebeutgt und notfalls schnell reagiert werden können.

"Die globale Vernetzung der Gesellschaften, der Geschäftswelt und der Regierungen bedeutet, dass Risiken von Infektionskrankheiten an einem Ort zu Gesundheitsrisiken überall werden können - mit weitreichenden humanitären, sozialen, politischen, wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Folgen", heisst es in der Erklärung.

(AWP)