G20-Treffen endet mit Mini-Kompromiss zu Freihandel

Baden (awp/sda/reu) - Die G20-Finanzminister haben nach stundenlangem Ringen bei ihrem Treffen in Baden-Baden einen Minimal-Kompromiss zum Thema Freihandel gefunden.
18.03.2017 16:19

Die gemeinsame Position vieler Jahre, dass die grossen Industrie- und Schwellenländer Protektionismus einhellig ablehnen, findet sich auf Druck der neuen US-Regierung in der am Samstag veröffentlichten Erklärung nicht wieder. Das Wort Protektionismus fehlt ganz.

Die G20-Länder einigten sich nur auf die allgemeine Formulierung: "Wir arbeiten an einer Stärkung des Beitrages des Handels zu unseren Volkswirtschaften." Das Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der G20 endet am Samstag.

Hintergrund der Streits ist die Ankündigung der US-Regierung, die amerikanische Wirtschaft gegen ausländische Konkurrenz abzuschotten und Importhürden anzuheben. In der Diskussion sind höhere und neue Importzölle.

Die US-Regierung bekennt sich zwar zu offenen Märkten und einem freien Welthandel, doch müssten diese fair und ausgewogen sein. Momentan fühlen sich die USA im Handel benachteiligt, was zulasten der heimischen Arbeitsplätze gehe.

(AWP)