G20: Trump macht Druck wegen Nordkorea - Treffen mit Xi

US-Präsident Donald Trump hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping zu neuen Bemühungen aufgefordert, Nordkorea von seinen Atom- und Raketentests abzubringen. Bei einem Treffen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg begrüsste Trump am Samstag, was sein Amtskollege angesichts dieses "sehr bedeutenden Problems" bereits getan habe. "Ein Problem, das gelöst werden muss."
08.07.2017 22:36

Trump räumte ein, dass es Zeit kosten werde, eine Vereinbarung mit Nordkorea auszuhandeln. "Es könnte länger dauern, als mir oder ihnen lieb ist, aber es wird am Ende einen Erfolg geben, so oder so", sagte Trump seinem Amtskollegen. Nordkorea lehnt bisher allerdings eine Rückkehr an den Verhandlungstisch entschieden ab.

Trump hatte schon seine Frustration über Chinas Bemühungen geäussert. Auch verärgerten die USA die Regierung in Peking, indem Washington eine chinesische Bank und Schifffahrtsgesellschaft wegen ihrer Geschäfte mit Nordkorea auf die schwarze Liste setzte. Es gibt auch Signale, dass die USA einen härteren Kurs im Handel mit China einschlagen könnten. Trump sagte: "Handel muss wechselseitig sein."

Nordkorea hatte am Dienstag erstmals eine Interkontinentalrakete getestet, die die USA besonders fürchten, weil eine solche Rakete eines Tages das amerikanische Festland treffen könnte. Die wiederholten Raketentests stossen gegen UN-Resolutionen.

Bei einem gemeinsamen Treffen von Trump mit seinen Amtskollegen Shinzo Abe aus Japan und Mon Jae-in aus Südkorea auf dem Gipfel der Top-Wirtschaftsmächte hatten sich die drei Präsidenten am Vorabend dafür ausgesprochen, neue Sanktionen gegen Nordkorea zu verhängen.

Ohne China und Russland direkt zu nennen, wurden die Nachbarstaaten Nordkoreas aufgefordert, "weitere Bemühungen zu unternehmen, das Regime zu überzeugen, den gegenwärtig drohenden und provokativen Pfad aufzugeben". Auch solle die internationale Gemeinschaft ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu Nordkorea herunterfahren./lw/DP/zb

(AWP)