G7-Finanzminister sagen Cyber-Kriminalität den Kampf an

Vor dem Hintergrund der weltweiten Cyber-Attacke haben die G7-Finanzminister der Cyber-Kriminalität den Kampf angesagt. Hackerangriffe seien eine wachsende Gefahr für ihre Volkswirtschaften, erklärten die Minister am Samstag im italienischen Bari. Der Kampf dagegen müsse Priorität haben.
14.05.2017 16:50

Tausende Behörden, Firmen und Einzelpersonen in dutzenden Staaten sind seit Freitag Opfer einer erpresserischen Schadsoftware geworden, die sich stündlich millionenfach verbreitete und Daten verschlüsselte. Die Urheber wollen so Geld erpressen. Besonders betroffen sind offenbar das britische Gesundheitssystem NHS sowie Russland und Indien.

Das Thema Cyber-Kriminalität steht schon seit einiger Zeit auf der Agenda der G7-Gruppe, bisher vorrangig mit Blick auf die von Hackern ausgehenden Gefahren für das globale Banken-, Börsen- und Finanzsystem. "Wir haben uns auf viele Dinge geeinigt, darunter auf den Kampf gegen Cyber-Kriminalität, der bedauerlicherweise sehr aktuell ist", sagte der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan.

Konkret beauftragten die Ressortchefs der führenden Industriestaaten Experten damit, ihre Analysen der Bedrohungslage fortzusetzen. Der Fortschritt der Arbeit werde dann von den Staats- und Regierungschefs der G7 bei ihrem für Ende Juni geplanten Treffen auf Sizilien bewertet, sagte Padoan.

Nach Angaben des italienischen Zentralbankchefs Ignazio Visco gab es bislang aber keine Erkenntnisse über Auswirkungen der aktuellen Attacke auf den Finanzsektor.

(AWP)