Geldgeber-Institutionen halten Sondertreffen zu Griechenland ab

Angesichts der stockenden Verhandlungen zum laufenden Spar- und Reformprogramm in Griechenland erhöhen die Geldgeber-Institutionen die Schlagzahl. Für Freitagnachmittag war in Brüssel ein Treffen zwischen dem Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem, EU-Währungskommissar Pierre Moscovici, ESM-Chef Klaus Regling, Vertretern der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie Griechenlands Finanzminister Euklid Tsakalotos anberaumt, wie in der europäischen Hauptstadt verlautete.
10.02.2017 14:12

Dabei sollte unter anderem über die anstehenden griechischen Reformen etwa im Arbeitsmarkt und im Energiesektor gesprochen werden, hiess es. Von diesen hängt die Auszahlung weiterer Hilfstranchen für das hoch verschuldete Land ab. Im Sommer stehen für Athen Kreditrückzahlungen im Milliardenhöhe an, ohne weitere Unterstützung dürfte dies problematisch werden. Ausserdem sollte bei dem Treffen über ein mögliches weiteres Vorgehen ab 2019 gesprochen werden.

Die internationalen Geldgeber und Athen hatten sich im Sommer 2015 nach dramatischen Verhandlungen auf ein Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro bis 2018 verständigt. 2016 hatten die Euro-Finanzminister dann Griechenland nach Ende des Programms unter anderem weitere Schuldenerleichterungen in Aussicht gestellt, sollte dies nötig sein./asa/DP/zb

(AWP)