Geldpolitik - US-Notenbanker pocht auf Unabhängigkeit der Zentralbank

Der US-Währungshüter Robert Kaplan pocht auf die Unabhängigkeit der amerikanischen Notenbank Federal Reserve.
26.08.2018 11:43
Robert Kaplan, Präsident der Federal Reserve Bank von Dallas.
Robert Kaplan, Präsident der Federal Reserve Bank von Dallas.
Bild: Bloomberg

Die jüngsten Kommentare von US-Präsident Donald Trump beeinflussten die Entscheidungen der Notenbanker nicht, sagte der Chef der Fed von Dallas diese Woche. Die Zentralbank müsse ihre Beschlüsse ohne politischen Einfluss treffen. Er sei zuversichtlich, dass die Zentralbank auch künftig unabhängig von politischen Erwägungen agieren könne.

Trump hatte am Montag in einem Reuters-Interview den Kurs der Fed ungewöhnlich offen attackiert. Er kritisierte vor allem die straffere Geldpolitik des von ihm selbst nominierten Fed-Präsidenten Jerome Powell.

Kaplan rechnet ungeachtet der Kritik Trumps mit drei bis vier weiteren Zinsanhebungen in den nächsten neun bis zwölf Monaten. Die Fed hat die Zinsen in diesem Jahr bislang zwei Mal erhöht. Händler erwarten für September und Dezember weitere Schritte mit dem Ziel, eine Überhitzung der amerikanischen Wirtschaft zu vermeiden. 

(Reuters)