Genderpolitik - Fondsmanagerinnen hinken männlichen Kollegen 200 Jahre hinterher

Es wird bei der aktuellen Geschwindigkeit, mit der Frauen befördert werden, noch rund zwei Jahrhunderte dauern, bis weibliche Fondsmanager den gleichen Status wie ihre männlichen Kollegen erreicht haben.
26.09.2020 18:55
Frauen sind unter den Fondsmanagern noch lange untervertreten.
Frauen sind unter den Fondsmanagern noch lange untervertreten.
Bild: Pixabay

Das Tempo, in dem Frauen Fondsmanager-Funktionen übernehmen, ist einer Studie von Citywire zufolge "schleppend langsam". So finden sich aktuell nur 1.762 Frauen unter den 16'018 aktiven Fondsmanagern weltweit. Das sind rund 11 Prozent, verglichen mit etwas mehr als 10 Prozent vor vier Jahren, wie aus der Analyse hervorgeht.

Fondsgesellschaften geraten von Kundenseite zunehmend unter Druck, die Vielfalt innerhalb des Unternehmens zu verbessern, und viele in den USA und Europa sind laut dem Bericht gezwungen, Daten zu ihrer Geschlechterverteilung bereitzustellen. Von den 15 Billionen Dollar an Vermögenswerten in der Citywire-Datenbank werden nur 2,9 Billionen Dollar von Frauen, rein weiblichen Teams oder einem Team aus Frauen und Männern verwaltet.

Fluktuation ist auch ein Problem: 42 Prozent der weiblichen Fondsmanager haben in den letzten 10 Jahren ihre Position gewechselt, verglichen mit 27 Prozent der Männer. Faktoren wie Unternehmenskultur, flexibles Arbeiten und Mutterschaftsurlaub tragen dem Bericht zufolge alle zu hoher Fluktuation bei.

(Bloomberg)