Generalstreik gegen Macris Wirtschaftspolitik in Argentinien

Ein Generalstreik gegen die Wirtschaftspolitik des konservativen Präsidenten Mauricio Macri hat am Donnerstag Argentinien weitgehend lahmgelegt. Mit dem 24-stündigen Ausstand protestierte der Gewerkschaftsdachverband CGT gegen die hohe Inflation und Arbeitslosigkeit. Bei Strassenblockaden auf den Zufahrtsstrassen der Hauptstadt Buenos Aires kam es zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Polizei. Mehrere Menschen wurden festgenommen.
06.04.2017 15:44

Die Gewerkschaften fordern freie Tarifverhandlungen. Die Regierung hatte eine Obergrenze für Gehaltserhöhungen festgelegt, die nicht die für 2017 angepeilte Inflationsrate von 18 Prozent übertreffen sollte. Die Inflation lag 2016 bei über 40 Prozent.

"Der Streik zeigt die Unzufriedenheit im Land, es gibt täglich neue Entlassungen", erklärte am Donnerstag Carlos Acuña, einer der drei Generalsekretäre des Gewerkschaftsdachverbands. Arbeitsminister Jorge Triaca erklärte, der Streik sei politisch motiviert. Vor allem das Transportwesen sei lahmgelegt worden. Der Flugverkehr wurde am Freitag vollkommen eingestellt. Es ist der erste Generalstreik seit Macris Amtsübernahme vor 16 Monaten./jg/DP/tos

(AWP)