Gericht verhandelt über Restrukturierung von Puerto Ricos Schulden

In dem hoch verschuldeten US-Aussengebiet Puerto Rico hat das Gerichtsverfahren über die Restrukturierung der hohen Schulden begonnen. "Scheitern ist keine Option", sagte die zuständige Richterin Laura Taylor Swain laut einem Bericht der Zeitung "El Nuevo Día" beim Prozessauftakt am Mittwoch. "Wir können nicht einfach das Licht abschalten und die Tür schliessen."
17.05.2017 19:18

Puerto Rico ist in einer schweren Haushaltskrise. Insgesamt liegt die Schuldenlast bei rund 70 Milliarden US-Dollar (64 Mrd Euro), hinzu kommen ungedeckte Pensionsansprüche. Die Regierung der Karibikinsel liess bereits eine Reihe von Zahlungsverpflichtungen platzen. Nachdem Verhandlungen mit einigen Gläubigern gescheitert waren, sollen die Schulden nun in einer Art Konkursverfahren restrukturiert werden.

Swain bereitete die Kreditgeber bereits darauf vor, wohl auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten zu müssen. Öffentliche Dienstleistungen müssten aufrecht erhalten, die Wirtschaft dürfe nicht abgewürgt werden. "Der Prozess wird weh tun und viele enttäuschen. Puerto Rico hat nicht das Geld, um den Forderungen nachzukommen", sagte sie./dde/DP/tos

(AWP)