Geschäft mit Fälschungen floriert - Kampf schwierig

Das Geschäft mit Fälschungen ist in den letzten Jahren nochmals gewachsen. Inzwischen macht es 2,5% des Welthandels aus und 5% der Importe in die Europäische Union. Der Kampf dagegen wird immer schwieriger, wie Anastasia Li-Treyer, Präsidentin von "Stop Piracy" an einer Veranstaltung der Universität Neuenburg sagte.
08.09.2017 18:25

Die digitale Entwicklung bringe neue Herausforderungen, sagte sie. Zugleich sei die Sensibilisierung der Konsumenten wichtig, denn hinter Fälschungen und Piraterie stehe die organisierte Kriminalität.

Li-Treyer, zugleich Direktorin des Schweizer Verbands der Markenartikelhersteller, verwies auf eine Studie aus dem Jahr 2005, welche die Verluste für Schweizer Unternehmen durch Fälschungen auf 2,5 Mrd CHF beziffert.

Auch Laurent Audaz, Jurist bei der Firma MSC Kreuzfahrten Schweiz, verwies auf die Schwierigkeiten im Kampf gegen Fälschungen. Zum Teil seien diese gut in den Containern mit Standardware versteckt. "Und in einigen Fällen sind die Fälschungen wirklich gut und sehen dem Original sehr ähnlich, inklusive Verpackung", sagte er.

Nebst den Fälschungen sei Korruption das Problem. Niedrige Löhne in einigen Ländern und tiefe Kapazitäten an den Zöllen würden dazu beitragen.

mk

(AWP)