Gewerkschaft macht Regierung für Thomas-Cook-Pleite verantwortlich

Die britische Transportgewerkschaft TSSA hat die Regierung in London für die Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook verantwortlich gemacht. "Die Regierung hatte viele Möglichkeiten, Thomas Cook zu helfen, hat sich aber für das ideologische Dogma entschieden, anstatt Tausende Jobs zu retten", sagte Gewerkschaftschef Manuel Cortes einer Mitteilung vom Montag zufolge. "Dass sie (die Regierung) unsere Mitglieder lieber hängen lassen als Thomas Cook zu retten, ist beschämend und falsch."
23.09.2019 08:55

Die Regierung von Premierminister Boris Johnson hatte eine Bitte um Finanzierungshilfe in Höhe von 150 Millionen Pfund (170 Mio Euro) abgelehnt. Die Regierung will die etwa 150 000 gestrandeten britischen Urlauber mit Sonderflügen nach Hause holen. "Man muss kein Mathe-Genie sein, um zu wissen, dass die Rettung eines Eckpfeilers der britischen Wirtschaft billiger und kostengünstiger gewesen wäre", sagte Cortes. Er betonte, Wirtschaftsministerin Andrea Leadsom habe ein Treffen mit der Gewerkschaft abgelehnt, obwohl 9000 Jobs in Grossbritannien betroffen seien./bvi/DP/men

(AWP)