Gewerkschaften fordern Verzicht auf Entlassungen bei Tamedia

Lausanne (awp/sda) - Tamedia soll bei den Zeitungen "24 Heures" und "Tribune de Genève" auf Entlassungen und Budgetkürzungen verzichten. Dies fordern der Verband der Schweizer Journalistinnen und Journalisten Impressum und die Gewerkschaft Syndicom.
27.09.2016 13:52

Impressum und Syndicom erinnern in einer Reaktion auf die Sparmassnahmen daran, dass Tamedia im Geschäftsjahr 2015 einen Gewinn von 334 Mio CHF gemacht und seinenKonzernchef Christoph Tonini mit insgesamt 6,1 Mio CHF entlöhnt habe. Die am Dienstag angekündigten Sparvorhaben auf dem Rücken zweier wichtiger Redaktionen der Romandie sei unnötig und schade der gesamten Gruppe.

Nach Informationen von Impressum und Syndicom werden 24 Personen von den geplanten Massnahmen und Kündigungen betroffen sein, wovon 16 bei "24 Heures" und acht bei der "Tribune de Genève". Faktisch werden nach Informationen der Gewerkschaften sogar 31 Journalistinnen und Journalisten abgebaut, da es bei "24 Heures" zusätzlich zu zwei natürlichen Abgängen und zu einer Pensionierung kommt sowie zu vier Pensionierungen bei der "Tribune de Genève".

Um gegen die Sparmassnahmen zu protestieren, kündigten die Mitarbeitenden für Dienstagnachmittag Versammlungen vor den Redaktionsgebäuden in Genf und Lausanne an.

In einem offenen Brief zeigen sich die Mitarbeitenden der beiden Redaktionen betroffen und empört über die angekündigten Massnahmen. Die Restrukturierung gefährde die Lebensfähigkeit der regionalen Presse und die Vielfalt der Medienlandschaft in der Romandie.

(AWP)