Gewerkschaften Syna und Unia lancieren Kampagne "Faires Bauen"

Bern (awp/sda) - Rund 250 Bauarbeiter haben an einer Berufskonferenz am Samstag ein Manifest zum Thema "Faires Bauen" verabschiedet und eine Kampagne dazu lanciert. Die Kampagne der Gewerkschaften Unia und Syna soll Bauleute für Themen wie Lohndumping und Schutz bei schlechtem Wetter sensibilisieren.
11.06.2016 17:16

Nach wie vor werde zu viel Missbrauch auf den Baustellen betrieben, schreibt Syna in einer Mitteilung. Der Flexibilität wegen zögen es die Arbeitgebenden vor, ihre Mannschaft temporär zu beschäftigen. Das Manifest fordert eine Begrenzung der Temporärarbeit sowie wirksame Instrumente gegen Lohndumping, wie die Unia mitteilte.

Zudem kritisieren die Gewerkschaften den Zeitdruck bei Bauprojekten. Bauherren, insbesondere die öffentliche Hand, müssten ihre Verantwortung wahrnehmen und realistische Termine festlegen, fordern sie. Weiter brauche es Arbeitszeitmodelle, die Arbeit und Freizeit ins Gleichgewicht brächten, einen besseren Schutz für Entlassungen im Alter und eine Anerkennung ausländischer Baudiplome.

Hervor hoben die Gewerkschaften auch den Schutz der Gesundheit der Bauarbeiter. Schlechtes Wetter gefährde die Gesundheit. Es brauche deshalb klare Kriterien für die Arbeitseinstellung, wenn das Wetter gefährlich werde. Die Kampagne richtet sich laut den Mitteilungen an Bauarbeiter, Poliere, Baukader, Baumeister und Bauherren, die sich für eine faire und gesunde Baubranche einsetzen wollen.

(AWP)