Gläubiger-Kontrollen in Athen zu Arbeitsrecht und Privatisierungen

ATHEN (awp international) - Die Gläubiger Griechenlands setzen ihre Kontrollen in Athen fort. Im Mittelpunkt stünden Reformen im Bereich Arbeitsrecht sowie der Werdegang der Privatisierungen, hiess es aus Kreisen des Finanzministeriums in Athen am Montag.
14.11.2016 10:42

Die griechische Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras hofft, dass diese Kontrollen bis Ende November erfolgreich abgeschlossen werden. Anfang Dezember erwarten die Euro-Finanzminister den Bericht der Kontrolleure.

Er ist Bedingung für die Auszahlung weiterer Finanzspritzen an das von der Pleite bedrohte Land. Insgesamt ist in dem im vergangenen Jahr mühsam ausgehandelten Hilfsprogramm ein Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro vorgesehen. Zudem laufen Diskussionen darüber, wie der riesige griechische Schuldenberg reduziert werden könnte. Der Internationale Währungsfonds (IWF) bezweifelt, dass die Kreditlast von 315 Milliarden Euro "tragfähig" ist, dass Athen sie also aus eigener Kraft jemals bewältigen kann. Deutschland will aber nicht über Erleichterungen beim Schuldendienst reden./tt/DP/she

(AWP)