Gläubiger-Kontrollen in Athen zu Transport, Energie, Privatisierungen

ATHEN (awp international) - Die Gläubiger Griechenlands setzen ihre Kontrollen in Athen fort. Im Mittelpunkt stünden Reformen im Energiesektor, im Transportwesen sowie Privatisierungen, hiess es aus Kreisen des Finanzministeriums am Dienstag.
13.09.2016 10:14

Beim jüngsten Treffen der Euro-Finanzminister im slowakischen Bratislava war festgestellt worden, dass Athen Tempo bei den Reformen machen muss. Vor allem gibt es Probleme mit der Zusammensetzung des Vorstands eines neuen Privatisierungsfonds, der den Verkauf oder die Verpachtung von Elektrizitäts- und Gasverteilernetzen vorantreiben soll.

Die internationalen Geldgeber hatten sich im Mai grundsätzlich darauf verständigt, Griechenland 10,3 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Eine Tranche von 7,5 Milliarden Euro wurde bereits im Juni ausgezahlt, weitere 2,8 Milliarden Euro sollten - falls die Kontrolleure dies genehmigen - bald folgen. Insgesamt ist in dem im vergangenen Jahr mühsam ausgehandelten Hilfsprogramm ein Volumen von bis zu 86 Milliarden Euro vorgesehen. Die Kontrollen sollen bis Ende September andauern./tt/DP/stb

(AWP)